Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Lösungen von Infront. Von Compliance und Marktdaten über Handel und Portfoliomanagement bis hin zu Integration und Anbindung.
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Die PRIIPs Verordnung gilt für alle verpackten Anlageprodukte und Versicherungsanlageprodukte, die an Privatanleger vertrieben werden.
Alternative Investmentfonds (AIFs) sind nicht grundsätzlich von den Vorgaben ausgenommen. Ob die Verordnung Anwendung findet, hängt unter anderem davon ab, an welche Anlegergruppe der Fonds vertrieben wird. Auch weitere Faktoren können eine Rolle spielen. So können PRIIPs Pflichten beispielsweise dann entstehen, wenn ein Fonds vor dem Vertrieb an Privatanleger in ein Versicherungsprodukt eingebunden wird.
Ob Ihre Fondsstruktur unter die PRIIPs Verordnung fällt, sollte im Einzelfall gemeinsam mit Ihrer Rechts oder Compliance Abteilung geprüft werden.
Nach der PRIIPs Verordnung müssen KIDs mindestens einmal jährlich aktualisiert werden.
Darüber hinaus ist eine unverzügliche Aktualisierung erforderlich, wenn wesentliche Änderungen eintreten, beispielsweise bei den Performance Szenarien oder dem Risikoindikator. In der Praxis aktualisieren viele Emittenten ihre PRIIP KIDs jedoch quartalsweise, um aktuelle Marktbedingungen abzubilden und die Informationen stets auf dem neuesten Stand zu halten.
Mit der Lösung von Infront können Berechnungen und Veröffentlichungen automatisiert und nach einem individuell festgelegten Zeitplan durchgeführt werden.
Ja. Infront Assetmax unterstützt die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen in der Schweiz, einschließlich FINMA und FIDLEG, sowie internationaler Vorgaben wie den Anforderungen der SEC.
Auch die Abwicklung der Schweizer Stempelsteuer ist automatisiert. Für Kunden mit ausländischen Depotbanken können zudem individuelle Steuer und Abwicklungsregeln definiert werden, unter anderem für Institute in Luxemburg oder den USA.
Ja. Die Plattform bietet eine AML Transaktionsüberwachung, mit der Geldflüsse nachverfolgt und verdächtige Aktivitäten erkannt werden können.
Auffällige Transaktionen werden automatisch gekennzeichnet und können mithilfe integrierter Fallmanagement Funktionen bearbeitet werden. Gleichzeitig sorgt eine lückenlose Audit Historie für die erforderliche regulatorische Transparenz.
Das System unterstützt sowohl automatisierte regelbasierte Prüfungen als auch manuelle Prüf- und Freigabeprozesse.
Ja. Die Prüfung von politisch exponierten Personen (PEPs) und anderen Hochrisikopersonen ist nahtlos in den Onboarding Prozess sowie in die laufende Kundenüberprüfung integriert.
Der Abgleich erfolgt mit international anerkannten Datenbanken. Automatisierte Benachrichtigungen, integrierte Fallmanagement Funktionen und eine lückenlose Audit Historie unterstützen Sie dabei, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und interne Risikorichtlinien konsequent umzusetzen.
Ja. Wiederkehrende Compliance Aufgaben wie regelmäßige KYC Überprüfungen, Benachrichtigungen über ablaufende Dokumente oder geplante Compliance Kontrollen können vollständig automatisiert werden.
Das System erstellt rechtzeitig vor wichtigen Fristen automatische Benachrichtigungen und leitet diese anhand Ihrer individuellen Konfiguration an die zuständigen Personen oder Teams weiter.
Ja. Die Plattform führt eine umfassende Audit Historie, in der sämtliche Änderungen dokumentiert werden. Dabei wird nachvollziehbar festgehalten, was geändert wurde, wann die Änderung erfolgt ist und von wem sie vorgenommen wurde.
Darüber hinaus wird die Versionshistorie für Dokumente und Kundendaten gespeichert. So werden sowohl interne Governance Anforderungen als auch regulatorische Prüfungen optimal unterstützt.
Ja. Die Plattform bietet Benachrichtigungen in Echtzeit, beispielsweise bei Verletzungen von Risikovorgaben im Mandat, Limitüberschreitungen oder anderen individuell konfigurierbaren Ereignissen.
Jeder Benutzer kann seine Benachrichtigungseinstellungen selbst verwalten. Darüber hinaus lassen sich Benachrichtigungen gezielt nach Rollen, Portfolios oder Kundensegmenten steuern und an die jeweils zuständigen Personen weiterleiten.
Ja. Infront Assetmax unterstützt vollständig konfigurierbare Onboarding Prozesse, die unter anderem KYC und AML-Prüfungen, Risikoprofilierung, Geeignetheitsprüfungen sowie die Erfassung und Verwaltung relevanter Dokumente umfassen.
Freigabeprozesse und automatisierte Compliance Prüfungen lassen sich flexibel integrieren. Darüber hinaus können die Workflows individuell an unterschiedliche Kundentypen, Produkte oder regulatorische Anforderungen angepasst werden.
Ja. Die Plattform überwacht Portfolios anhand individuell konfigurierbarer Verlustschwellen, einschließlich der MiFID II Vorgabe zur Benachrichtigung von Kunden bei einer Wertminderung von 10 Prozent oder mehr.
Wird ein definierter Schwellenwert überschritten, erstellt das System automatisch entsprechende Benachrichtigungen und Berichte. So wird eine fristgerechte Kundeninformation sichergestellt und die regulatorisch erforderliche Dokumentation unterstützt.
Ja. Die Plattform bietet strukturierte Abfragefunktionen für AML Daten und ermöglicht die gezielte Ermittlung sowie den Export der für regulatorische Meldungen erforderlichen Informationen.
Dazu gehören unter anderem Transaktionshistorien, Kundenrisikoklassifizierungen und Ergebnisse aus dem Transaktionsmonitoring. Die Daten können in Formaten bereitgestellt werden, die mit nationalen und internationalen Anforderungen an die AML Berichterstattung kompatibel sind.
Ja. Das System überwacht sämtliche Bestände in Echtzeit anhand vordefinierter Anlagerestriktionen und Strategiebandbreiten.
Kommt es zu einer Verletzung der definierten Vorgaben, beispielsweise infolge einer Transaktion, einer Marktpreisveränderung oder einer Kapitalmaßnahme, wird automatisch eine Benachrichtigung ausgelöst und ein entsprechender Bericht erstellt. So können Verstöße schnell geprüft und geeignete Maßnahmen eingeleitet werden.
Ja. Infront Assetmax kann strukturierte Datenexporte erstellen, die alle relevanten Portfolio, Kunden und Transaktionsdaten umfassen und so die Beantwortung von FINMA Meldungen sowie ad hoc Anfragen von Aufsichtsbehörden unterstützen.
Die Ausgaben werden so formatiert, dass sie den Anforderungen der FINMA entsprechen, und können sowohl auf Abruf als auch nach einem festgelegten Zeitplan erstellt werden.
Ja. Assetmax stellt eine API sowie abfragebasierte Report-Exporte bereit. Dadurch können Portfolio und Kundendaten automatisiert oder bei Bedarf in Power BI oder andere Business Intelligence Tools exportiert werden.
Bestehende Power BI-Dashboards und Datenmodelle lassen sich anbinden, ohne dass Ihre aktuelle Reporting Struktur ersetzt werden muss.
Ja. Die Portfoliomanagement-Lösung unterstützt die für die FSMA relevanten Anforderungen, darunter Benachrichtigungen bei einer Wertminderung von 10 Prozent, die quartalsweise Berichterstattung sowie eine lückenlose Audit Historie.
Darüber hinaus können die Compliance Parameter individuell angepasst werden, um den spezifischen Anforderungen der FSMA entsprechend Ihres Geschäftsmodells und Ihrer Kundenstruktur gerecht zu werden.
Infront unterstützt vier verschiedene Bereitstellungsmodelle für Marktdaten: Echtzeit-Streaming auf Tick Basis, zeitverzögerte Daten mit einer typischen Verzögerung von 15 Minuten, End-of-Day-Daten sowie den Abruf auf Anfrage über eine API.
Je nach Instrument und Anwendungsfall können Sie das passende Bereitstellungsmodell wählen. So eignen sich beispielsweise Echtzeitdaten für den Handel, während End-of-Day-Daten häufig für die Portfoliobewertung genutzt werden.
Ja. Sie können uns eine Liste Ihrer ISINs oder Fonds übermitteln. Infront führt anschließend eine Abdeckungsprüfung durch und bestätigt für jedes Instrument die verfügbare Datentiefe und den Umfang der verfügbaren Informationen.
Dabei wird unter anderem geprüft, ob Nettoinventarwerte (NAVs), historische Performancedaten, Fundamentaldaten sowie qualitative Merkmale verfügbar sind. Diese Prüfung erfolgt in der Regel bereits vor dem Onboarding, um sicherzustellen, dass der verfügbare Datenumfang Ihren Anforderungen entspricht.
Ja. Infront bietet eine umfassende Abdeckung europäischer UCITS Fonds mit täglichen, wöchentlichen und monatlichen Nettoinventarwerten (NAVs).
Auch die quantitativen Daten sind umfassend und beinhalten unter anderem historische Performancedaten sowie Risikokennzahlen. Darüber hinaus stehen Informationen auf Ebene der Anteilsklassen zur Verfügung, beispielsweise Kosten, ISIN Metadaten und qualitative Merkmale, sofern diese vom Fondsanbieter oder einem Datenpartner bereitgestellt werden.
Ja. Infront stellt quantitative Daten und Fundamentaldaten für Aktien, Indizes und Fonds bereit.
Die historischen Datenreihen sind umfangreich und stammen sowohl aus eigenen Datenbanken als auch von führenden Drittanbietern. Zum Datenumfang gehören unter anderem Finanzkennzahlen, Gewinnschätzungen, Dividendeninformationen sowie historische Performancedaten von Fonds.
Statische Instrumentendaten wie ISINs, Tickersymbole, Währungen und Informationen zu Handelsplätzen werden aus direkten Börsenanbindungen sowie von externen Datenanbietern zusammengeführt.
Die Datenqualität wird durch automatisierte Validierungsprozesse, Datenanreicherung, den Abgleich verschiedener Datenquellen sowie eine kontinuierliche Überwachung möglicher Abweichungen sichergestellt. Eine zeitbezogene Versionierung gewährleistet zudem die historische Nachvollziehbarkeit der Daten. Korrekturen werden zeitnah vorgenommen und in allen angebundenen Systemen übernommen.
Infront kann eine Vielzahl von Referenzdatenanbietern über dateibasierte Schnittstellen und APIs integrieren, darunter Morningstar, Bloomberg sowie direkte Börsenanbindungen.
Die Plattform ist im Kern als Datenaggregator konzipiert. Eingehende Aktualisierungen, Korrekturen und Änderungen mit Gültigkeitsdatum werden automatisch verarbeitet und konsistent in allen angebundenen Systemen und für alle betroffenen Kunden übernommen.
Ja. Infront stellt Klassifizierungsdaten für Finanzinstrumente bereit, darunter steuerliche Merkmale sowie Investmentklassifizierungscodes wie beispielsweise CUP Klassifizierungen. Die Daten können über eine API oder regelmäßige Dateiexporte bereitgestellt werden.
Dadurch lassen sich steuerliche und regulatorische Klassifizierungen direkt und zuverlässig in bestehende Compliance und Reporting Systeme integrieren.
Ja. Infront verfügt über direkte Anbindungen an Nasdaq Nordic, die London Stock Exchange, CBOE und NYFIX, die über das FIX Protokoll realisiert werden.
Darüber hinaus können zahlreiche weitere Handelsplattformen über Broker Routing Netzwerke angebunden werden. Dadurch erhalten Kunden Zugang zu einer breiten Auswahl europäischer und internationaler Märkte.
Infront unterstützt sämtliche Ordertypen und Handelsalgorithmen, die vom jeweiligen Handelsplatz bereitgestellt werden. Dazu zählen unter anderem Market Orders, Limit Orders, Stop Orders, Stop Limit Orders, Iceberg Orders sowie Kombinationen verschiedener Ausführungsbedingungen.
Auch algorithmischer Handel wird über White-Label-Algorithmen unterstützt und bietet je nach Instrument unterschiedliche Handelsstrategien.
Welche Ordertypen für ein bestimmtes Finanzinstrument verfügbar sind, richtet sich nach den Möglichkeiten des jeweiligen Handelsplatzes.
Ja. Das System unterstützt die automatische Bündelung von Orders in Echtzeit mit individuell konfigurierbaren Freigabeparametern. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Teilnehmer innerhalb einer Sammelorder zu konsistenten Ausführungspreisen handeln.
Auch Basket Orders werden unterstützt. Hierfür müssen die einzelnen Kundenorders jedoch vor der Übermittlung manuell dem jeweiligen Basket hinzugefügt werden.
Ja. Infront Quant Services bietet umfassende Best Execution Reports einschließlich einer Transaktionskostenanalyse (Transaction Cost Analysis, TCA).
Die Lösung kann eigenständig genutzt oder in führende Drittanbieterplattformen für Best Execution integriert werden. Dadurch lassen sich Abdeckung und Benchmarking erweitern und die Einhaltung der Anforderungen aus MiFID II optimal unterstützen.
Das Limit Order Management erfolgt über die Order Workflow-Engine und basiert auf einem vordefinierten, zugleich flexibel konfigurierbaren Workflow, der Echtzeit Marktdaten berücksichtigt.
Orders können zunächst in einem ausstehenden Status gehalten werden, bis der jeweilige Referenzmarkt geöffnet ist. Anschließend werden sie kontinuierlich überwacht. Sobald das definierte Kurslimit erreicht wird, werden die Orders automatisch freigegeben und anhand eines festgelegten Regelwerks zur Ausführung weitergeleitet.
Diese Ausführungsregeln steuern präzise, wie und zu welchem Zeitpunkt eine Order ausgeführt wird. Bei Bedarf kann die Order zusätzlich zur weiteren Verarbeitung an die Quotation Engine weitergeleitet werden.
RFQ Anfragen werden über das FIX Protokoll direkt in die Quotation Engine übermittelt. Dort werden auf Basis von Referenzkursen der angeschlossenen Börsen und unter Berücksichtigung des jeweiligen Anfragevolumens dynamisch Risikopreise berechnet.
Die Preisstellung kann anschließend anhand des Profils des anfragenden Kunden sowie einer Vielzahl individuell konfigurierbarer Parameter weiter verfeinert oder bei Bedarf auch abgelehnt werden.
Diese Parameter können automatisch an aktuelle Marktbedingungen angepasst oder von Händlern in Echtzeit manuell kalibriert werden.
Anlagebetragsbasierte Orders werden grundsätzlich auf dieselbe Weise verarbeitet wie volumenbasierte Orders, sofern der jeweilige Handelsplatz diese unterstützt.
Unterstützt ein Handelsplatz Anlagebetrags Orders nicht nativ, können diese bei der Übermittlung anhand des aktuellen Marktpreises automatisch in volumenbasierte Orders umgewandelt werden.
Bitte beachten Sie, dass diese Umwandlung für verzinsliche Finanzinstrumente nicht verfügbar ist.
Ausführungsbestätigungen werden von Handelsplätzen und Brokern über das FIX Protokoll empfangen und über denselben Kommunikationsweg an den ursprünglichen Auftraggeber zurückgeleitet, über den die Order eingereicht wurde.
Zusätzlich werden FIX Drop Copies unterstützt. Dadurch können Ausführungsbestätigungen in Echtzeit an weitere angebundene Systeme oder Geschäftspartner weitergeleitet werden.
Ja. Das Web Widget Toolkit von Infront bietet sofort einsatzbereite und flexibel konfigurierbare Komponenten wie Marktdatenanzeigen, Charts, Newsfeeds und weitere Inhalte, die sich nahtlos in Ihre Website, Ihr Kundenportal oder Ihre Anwendung integrieren lassen.
Alternativ stehen APIs zur Verfügung, über die Rohdaten direkt bezogen und in eigene Anwendungen und Benutzeroberflächen eingebunden werden können.
Beide Ansätze ermöglichen eine schnelle Implementierung, verkürzen die Time to Market und reduzieren den laufenden Wartungsaufwand.
Ja. Assetmax stellt eine offene API sowie abfragebasierte Datenexporte bereit und ermöglicht damit den automatisierten oder zeitgesteuerten Export von Daten nach Power BI, Excel oder in andere Business Intelligence und Reporting Tools.
Ihre bestehende Reporting Infrastruktur kann uneingeschränkt weiter genutzt werden und muss für den Einsatz von Infront nicht ersetzt werden.
Ja. Der Kundenonboarding Prozess lässt sich vollständig an Ihre individuellen Anforderungen anpassen. Dazu gehören unter anderem erforderliche Dokumente, Freigabeprozesse, KYC und AML Prüfungen, Fragebögen zur Risikoprofilierung sowie Geeignetheitsprüfungen.
Darüber hinaus können unterschiedliche Workflow-Vorlagen für verschiedene Kundentypen, Produkte oder regulatorische Anforderungen definiert werden. So wird sichergestellt, dass jederzeit der passende Prozess konsistent und skalierbar angewendet wird.
Ja. Infront Assetmax ist optimal auf die Anforderungen von Family Offices ausgelegt und unterstützt unter anderem mandantenübergreifende Portfolioansichten, konsolidiertes Reporting über verschiedene Depotbanken und Anlageklassen hinweg, komplexe Eigentümerstrukturen sowie die individuelle Verwaltung von Vermögensverwaltungsmandaten.
Auch die Funktionen für Compliance, Transparenz und Reporting sind darauf ausgerichtet, die besonderen Anforderungen und die Komplexität typischer Family Office Strukturen zuverlässig abzubilden.